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Iin jedem Einzelfall bereitet der säumige Mieter dem Besitzer des Wohnraums Probleme. Nach Darstellung des Hamburger Grundeigentümer-Verbands geben viele Mieter dabei nicht einmal ein Motiv an, wenn sie plötzlich ihre Zahlungen einstellen. Nicht selten komme es vor, dass der Mieter nur die Kaution und die erste Miete überweist: "So einen Fall haben wir mindestens ein Mal pro Woche", sagt Sprecher Peter Uhlenbroock.

Für den Wohnungsbesitzer beginnt dann oft ein langer Papierkrieg mit hohen finanziellen Verlusten. Die Prozedur, bis der Mieter schließlich Haus oder Wohnung räumt, kann ein bis zwei Jahre dauern. Die lange Dauer des Verfahrens habe aber nichts mit dem Mietrecht, "sondern mit der Arbeitsbelastung der Gerichte zu tun", sagt Ropertz. Grundsätzlich könne der Vermieter den Vertrag fristlos kündigen, wenn die Miete für zwei Monate nicht bezahlt wurde. Danach kann Klage beim Amtsgericht eingereicht werden.

Das Verfahren kann so ablaufen: Der Mieter bleibt die Juli-Miete schuldig. Nach zwei Wochen erfolgt die Mahnung, nach sechs Wochen die fristlose Kündigung. Anfang September wird die Räumungsklage eingereicht. Der Gerichtstermin wird auf Anfang Dezember festgesetzt, zu dem der immer noch säumige Mieter jedoch nicht erscheint. Gegen das Versäumnisurteil wird Einspruch eingelegt. Mitte Januar gibt es einen neuen Gerichtstermin. Der Einspruch wird verworfen, und das Urteil wird rechtskräftig. Anfang März soll der Gerichtsvollzieher kommen. Dieser verlangt einen Vorschuss von 3000 Euro für das Abholen der Möbel. Eine Woche vor der Räumung stellt der Mieter einen Schutzantrag wegen sozialer Härte. Dieser wird schließlich abgelehnt und die Wohnung Anfang April geleert. In diesem Fall steht der Vermieter einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit einem Verlust für Miete, Gerichtsverfahren und Gerichtsvollzieher von 7000 Euro da.

Deshalb empfehlen die Fachleute allen Wohnungsbesitzern, sich möglichst genau über die Zahlungsfähigkeit und -moral eines neuen Mieters zu informieren. Dazu gehören eine Selbstauskunft, eine freiwillige Schufa-Auskunft und eventuell ein Telefonat mit dem vorherigen Vermieter des Wohnungsbewerbers.

Natürlich wird sich kein normaler Mensch so verhalten. Denn der Vermieter bekommt ja einen rechtskräftigen Titel den er jederzeit vom Gerichtsvollzieher eintreiben lassen kann sobald der Schuldner Geld hat. Aber es gibt trotzdem erstaunlich viele solcher im Wortsinn Asozialer, die ihr Leben lang außer Sozialhilfe keine nachweisbaren Einkünfte haben. Für solche Fälle benötigt der Vermieter die Hilfe eines erfahrenen Maklers, der aufgrund seiner Lebenserfahrung und anderer Hilfsmittel solche Leute aussortiert.

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